Ein vierfacher Mord an Tamilen in einer Asylunterkunft in Chur, neonazistisch entflammter Fremdenhass Ende der 1980er-Jahre in der Schweiz. Vergessen und verschwiegen. Aber Vergangenheit wird zur Gegenwart, wenn der Autor und Historiker namens Urs Zürcher auf der Suche nach True Crime in einer Baugrube im Basler Umland am Ende eines langen Sommers am 12. September 2023 auf ein rätselhaftes menschliches Skelett stößt. Eine raffiniert komponierte Geschichte, intensiver, verstörender als jeder dokumentierende Realismus es vermöchte, denn reine Fakten sind eine Fiktion. Aber was ist erzählerische Wahrheit?Virtuos verwebt der Autor schweizerische und deutsche Zeitgeschichte aus bald vierzig Jahren mit Lebensgeschichten. Mit empathisch erzählerischer Kraft führt Urs Zürcher ins Reich der Rechten und macht Menschen sichtbar, die uns deshalb umso mehr erschrecken und aufschrecken.
315 Seiten, gebunden, mit Lesebändchen.