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Zehn Jahre nach seinem Debüt mit dem Kultroman Franz oder Warum Antilopen nebeneinander laufen schreibt Christoph Simon ein Meisterwerk.
Gestatten: Lukas Zbinden – Spaziergänger und Liebender.
Christoph Simons kluger und filigran komponierter Roman Spaziergänger Zbinden ist eine hinreissende Liebesgeschichte. Am Arm des Zivildienstleistenden Kâzim begibt sich der 87-jährige Lukas Zbinden auf seine Weltenreise durchs Betagtenheim. Treppe um Treppe, Stockwerk um Stockwerk zieht es den leidenschaftlichen Spaziergänger Zbinden hinaus auf die Wege, auf denen er ein Leben lang an der Seite seiner Emilie dem Sinn des Lebens nachgespürt hat. Nach und nach lernen wir einen sanftmütigen und geistreichen Mann kennen, der glaubt, seinem Begleiter die Antworten auf die wichtigen Fragen des Lebens anzuvertrauen, in Wahrheit aber die stille, herzbewegende Geschichte der Liebe zu seiner verstorbenen Emilie erzählt.
Presse- und andere Stimmen
»Dieser Lukas Zbinden hat seinen Beruf als Mensch (vielleicht eher eine Berufung?) nicht verfehlt. Christoph Simon ist sein kongenialer Erzähler. Man legt das Buch zur Seite. Und ist für einen Moment glücklich.« Gregor Keuschnig, www.glanzundelend.de
»Spaziergänger Zbinden oder wie man die Liebe lebenslang macht. Ein stiller Roman über das Alter und zärtliche Liebe.« Radio DRS 1, Regionaljournal
»Ich bin völlig fasziniert von Christoph Simons neuem Roman. (...) Es ist Christoph Simon gelungen, mit leichter Sprache und viel Optimismus einen Text zu schreiben, der berührt und einen doch glücklich zurücklässt. Ich freue mich darauf, den Roman einem grösseren Kreis ins Bewusstsein zu rücken. Sie spüren, dass sie es mit einem ausserordentlich feinfühligen, optimistischen Roman zu tun haben. Wenn Literatur etwas in uns verändern kann, so dürfte es bei der Lektüre eines solchen Textes geschehen.« Heinrich Boxler, Bibliotheksempfehlungen
»Spazieren heißt: Aneignung der Welt. – Christoph Simon hat sich mit diesem Buch nicht ganz neu aber ziemlich neu erfunden, hat aber vor allem (nach Franz Obrist) einen neuen wunderbaren Helden geschaffen. (...) Es geht also um große Themen: um die Liebe des Lebens, um Vater-Sohn-Konflikte, Schuldgefühle, um Versöhnung und um die Leidenschaft, die einen aufrecht erhält. Das Spazieren, so will es die Leidenschaft, wird offensiv, unermüdlich und überschwänglich propagiert, die anderen Themen werden subtil eingeflochten in den Text. (...) Der Roman schafft es zu rühren, er geht tief und unterhält gleichzeitig und das ist eine Kunst.« Markus Köhle, Schweizer Monatshefte
»Dieser Zbinden ist, wenn wir ihn denn mit berühmten Spaziergängern in der Literatur vergleichen wollen, kein die Randzonen der Gesellschaft bevorzugender Sonderling wie bei Robert Walser; er ist auch kein an sich und der Welt leidender, stur durch die Gegend stampfender Wüterich wie bei Thomas Bernhard. Lukas Zbinden ist gelassen, voller Schalk und von überfliessender Beredsamkeit. (...) Christoph Simon hat einen auf den ersten Blick überraschend grossen Sprung getan. Dabei hat er sich von einer Begegnung mit dem 2008 verstorbenen Gerhard Meier zu seiner Spaziergängerfigur anregen lassen. So wie der in sich ruhende Meier im provinziellen Niederbipp mit seinen knorrigen Figuren die grosse Welt im ländlichen Mikrokosmos spiegelte, so beherrscht Lukas Zbinden die Kunst, sich auf Spaziergängen nicht zu langweilen, inder er den gleichen Gegenstand wie am Vortag betrachtet, sich aber dabei etwas anderes denkt.« Alexander Sury, Der Bund
»Christoph Simon brilliert mit seinem vierten Roman. Es ist eine einfühlsam und klug komponierte Geschichte voll warmherzigem Humor. Der wackere Zbinden wächst einem sofort ans Herz.« Wolfgang Bortlik, 20Minuten
»Christoph Simon ist erwachsen geworden. In seinem vierten Roman wagt sich der Berner an die grossen Gefühle heran. (...) In seinem filigranen, vielleicht nicht sehr zeitgemäss leisen Buch setzt er sich damit auseinander, was das Leben lebenswert macht.« Anne-Sophie Scholl, BernerZeitung
»Ich will Ihnen offen gestehen: Seit Emilie ihre schönen, gütigen Augen geschloßen hat, weiß ich nicht, was ich noch ernst nehmen kann. Was hat ein alter Mensch dem vergänglichen Universum entgegenzusetzen? Anarchistengruppen finanzieren? In Adoptionen investieren? Chinesische Pflanzen gegen Rheuma verbreiten? Grundstücke an menschenleeren Stadträndern kaufen und im Namen der Erben auf einen Bauboom hoffen? Ich vermisse unsere täglichen kleinen Zärtlichkeiten, das Übers-Haar-fahren im Vorbeigehen, den Kuss auf den Hals beim Wäsche zusammenlegen, die Hand auf dem Oberschenkel beim gemeinsamen Klassik-Wunschkonzert hören.«
O-Ton Christoph Simon: »Mir gings beim Spaziergänger immer auch darum, herauszufinden, was nötig ist, um eine Liebe lebenslang zu machen. Was sind die Geheimnisse lang anhaltender Liebesbeziehungen?« schreibt Christoph Simon zu seinem Roman. Vielleicht stellt sich Weisheit im Alter nicht von selbst ein. Spaziergänger Zbinden ist der Beweis dafür, dass man sie erlernen kann. Dabei speist sich die Gelassenheit und der Frohsinn, wofür Lukas Zbinden steht, nicht aus spirituellen Höhenflügen, sondern aus dem Mut, sich ohne Vorbehalte auf jemanden einzulassen.«
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