Der Berg, die Wüste, der Himmel, das Meer –
Literaturen der Welt im bilgerverlag

 

Hernán Ronsino

Letzter Zug nach Buenos Aires

Erscheinungstermin: 19. April 2012
»Angefangen hat das alles an einem Morgen im Oktober 58. Der Zehn-Uhr-Zug fuhr langsam ein; aus der Lokomotive quoll dichter schwarzer Rauch und verdeckte die Silos bei den Mühlen.«

Vardemann, Oktober 1973 – Bicho Souza, Dezember 1984 – Miguelito Barrios, Juli 1966 – Folcada, Dezember, 1959.
Eine Kleinstadt in der argentinischen Provinz. Man kennt sich. Bald kennt man auch den Polizisten Folcada, der hierher versetzt wurde, nachdem etwas schief ging beim Massaker von San Martín.
Seine Frau, die Negra Miranda, und ihre unvergesslichen Beine bleiben ebenfalls nicht unbemerkt.
Jemand lernt Folcadas Frau ein bisschen zu gut kennen. Jemand bezahlt dafür. Die Beteiligten sprechen, jeder zu seiner Zeit.


Olivier Sillig

Skoda

Jetzt im Buchhandel!

Ein junger Mann kommt zu sich. Um ihn verstreut seine unglücklicheren Kameraden. Alle tot. Eine Geschichte von Heute, in einem nicht genannten Land. Der junge Mann steht auf. Ein paar Meter weiter ein Wagen, ein Skoda, ausgebrannt. Auch er eine Zielscheibe des Luftangriffs. Im Inneren des Wagens, zusammengekrümmt, ein Mann und eine Frau. Tot. Einzig ein Baby atmet noch. Ein kurzes Zögern, der junge Mann nimmt das Kind und macht sich auf den Weg.
Hinein in eine gewalttätige Welt, in der eine zärtliche Beziehung zwischen dem jungen Mann und dem wenige Wochen alten Kind entsteht. Unterwegs auf einer Strasse der Brutalität und Erniedrigung. Kleine Momente menschlicher Barmherzigkeit . Die Schönheit des Lebens scheint auf in der Absurdität des Todes.

Pedro Lenz

Der Keeper bin ich

Jetzt im Buchhandel!

Ge­schichten sind nicht wie Zähne, die nur zwei Mal kom­men, und hast du sie verbraucht, ist’s vorbei. Nein, Geschichten wachsen immer wieder nach. 

Der Keeper bin ich, ein Blockbuster der Schweizer Literatur 2010, wurde vom Dichter und Schriftsteller Raphael Urweider auf kongeniale Art ins Hochdeutsche übersetzt.

Der Keeper, zurück aus dem Knast, in dem er mit kleiner Schuld und grossem Herzen einsass, erzählt. Er schwadroniert aus und um sein Leben als junger Mann in einem Dorf im schweizerischen Niemandsland. Der Keeper ist ein Schwätzer vor dem Herrn, ein ebenso naiver wie listiger Schelm, der im Erzählen lebt und nicht nur darin auch immer wieder zu Fall kommt.
Zurück in der Freiheit, auf wackligen Beinen, versucht der Keeper Kurs in halbwegs ruhigem Wasser zu halten.

Philippe Dubath

Chapuisat - Eine Geschichte

Stéphane Chapuisat, am 28. Juni 1969 geboren, Fussballer.
1997 Champions-League-Sieger mit Borussia Dortmund (3:1 gegen Juventus Turin)
Dieses Buch erzählt keine Geschichte der Tore oder Dribblings von Stéphane Chapuisat, dem besten Schweizer Fussballer aller Zeiten. Es erzählt vielmehr die Geschichte eines Kindes, eines begnadeten Fussballtalentes mit einer grossen Zukunft, eines Fussballstars, der immer ein unaufdringlicher, zurückhaltender, gar schüchterner Mensch war; eines Kindes, das im entscheidenden Augenblick von den richtigen Menschen umgeben war: von Pierrette, seiner Maman, dann von Pierre-Albert, den alle Gabet nennen, ein Vater jenseits der Normen, aber immer ein Vater; von Blaise, Umberto, Ottmar, den Trainern, die Stéphane die Tür zu anderen Dimensionen öffneten, und dann von den Freunden, den Kumpel, den Mannschafts- und Zimmerkollegen.

Anne Cuneo

Štěpán

Anne Cuneos mitreissender und bewegender Roman erzählt die Geschichte der Paola Rouge-Malatesta, die während des Prager Frühlings 1968 an der Seite des Prager Studentenführers Štěpán Spacek Tage der leidenschaftlichen Liebe und Tage des Schmerzes nach der Ermordung des gemeinsamen Freundes Frantisek Schwarz erlebt.
Einundzwanzig Jahre später, während der Samtenen Revolution reist Paola Rouge-Malatesta wieder nach Prag. Diesmal wird es zu einer Reise in die Vergangenheit, die das Ende der Sorglosigkeit bedeutete.

»Ich habe ein Rendezvous mit Prag
 Das lärmt wie ein Müllmann
 Ich habe ein Rendezvous mit der Spielkartendame
 Ich habe ein Rendezvous mit der Liebe«
 Vítězslav Nezval

Ursula Timea Rossel

Man nehme Silber und Knoblauch, Erde und Salz

Der letzte Tag des Kartographen Wigand Behaim; die Metamorphosen der Sibylle Blauwelsch; das Martyrium der Heiligen Ursula und wie Schrödingers Katze ihnen allen übel mitspielt. Wigand Behaim ist Kartograph mit Leib und Seele und hat sich der Aufgabe verschrieben, die gesamte Erde akkurat zu kartieren. Er will damit seiner Urangst, sich zu verirren, etwas entgegensetzen.
Wigands Lebenspartnerin Sibylle Blauwelsch wird von der Zeit durch immer neue Metamorphosen gepeitscht, lebt unter Guerilleros im mittelamerikanischen Dschungel, züchtet Rennkamele in der arabischen Wüste, macht Jagd auf den Schneelöwen und strandet als schwarzafrikanischer Flüchtling im Land der Berge und Zeiger. Es werden in diesem Buch so einige Laufkilometer Stoff besungen, und nur selten passt orientalischer Brokat zum schottischen Tweed.

Christoph Simon

Viel Gutes zum kleinen Preis

Was für ein Feuerwerk an wundersamen Texten und abgründigen Zeichnungen!
Darin findet sich: Nützes und Unnützes, Wissen und Rat von A–Z; Märchenhaftes und Groteskes, darunter das Märchen vom Dichter und der Buchhändlerin; ein philosophisch relevanter Fragenkatalog und nicht zu vergessen: die legendären Kinderbriefe an den Satan.

Wie wird man spielend reich? Wie macht man sich unsichtbar? Was sind die gesundheitlichen Vorteile krimineller Handlungen? Wie besiegt man die Langeweile? Wie findet man den Traummann, die Traumfrau? Wie pflegt man Feindschaften? Wie macht man Wellensittiche winterfest? Wie verhindert man die eigene Eheschließung? Wie spart man Geld im Straßenverkehr? Was gilt es bei einer Organverpfändung zu beachten?

Stephan Pörtner

Stirb, schöner Engel

Zürcher Krimipreis 2011 für Stirb, schöner Engel - Wir gratulieren.

»Was wollen Sie schon wieder?« - »Ich will wissen, ob Sie das Heidi umgebracht haben. Ich will, dass Sie es endlich zugeben.« Roger Gerber schien zu überlegen. »Es tut mir leid«, sagte er zu Kundert, »ich habe sie nicht umgebracht.« Er sah einen Moment in den Himmel. »Aber sie ist jetzt ein Engel, und das ist doch eigentlich viel besser so.« 

Sonntag, 9. Dezember 1973, der Tag, an dem die Schweiz stillsteht. Ein autofreier Sonntag im Zeichen der Ölkrise bringt eine Ruhe übers Land, die schon früh am Morgen gestört wird: In einem Nobelkurort in Graubünden wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Gion Kundert, einheimischer Polizeigefreiter, muss ohnmächtig zusehen, wie der Mörder sich im Filz von Geld, Macht und Politik dem Zugriff der Gerechtigkeit entzieht.

Nina Maria Marewski

Die Moldau im Schrank

Der SERAPH 2012 für phantastische Literatur geht an Nina Maria Marewskis Roman Die Moldau im Schrank

Mitja Kruschenko ist 1968 sieben Jahre alt, als er seine Mutter sterben lässt. Später einmal träumt er, dass sie an seinem Bett sitzt und über seine Wange streichelt. Sie erklärte ihm, dass sie stolz auf ihn sei und gibt ihm den Auftrag, weitere Engel in den Himmel zu schicken, damit der Teufel arbeitslos werde. 
Helena Murnau, Malerin, ist 2008 siebenunddreissig Jahre alt, als sie, gespiegelt im Fenster eines Frankfurter S-Bahnwagens, in die Augen ihres Mörders, eines ungemein attraktiven Mannes blickt. 
In Die Moldau im Schrank wird einfühlsam und packend die Geschichte einer Frau erzählt, die als Grenzgängerin sich selbst und ihrem Mörder begegnet.

  • Hernán Ronsino

    Letzter Zug nach Buenos Aires

  • Olivier Sillig

    Skoda

  • Pedro Lenz

    Der Keeper bin ich

  • Philippe Dubath

    Chapuisat - Eine Geschichte

  • Anne Cuneo

    Štěpán

  • Ursula Timea Rossel

    Man nehme Silber und Knoblauch, Erde und Salz

  • Christoph Simon

    Viel Gutes zum kleinen Preis

  • Stephan Pörtner

    Stirb, schöner Engel

  • Nina Maria Marewski

    Die Moldau im Schrank

 

Buch des Monats Mai

Raffinierter Parallelwelt-Krimi für Erwachsene. Die Moldau im Schrank ist, ein Jahr nach Erscheinen, BUCH DES MONATS auf der Phantastik-Couch. Inklusive kluger und passionierter Rezension.

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SERAPH 2012 für Die Moldau im Schrank

Für ihren Roman Die Moldau im Schrank hat Nina Maria Marewski auf der Leipziger Buchmesse den in diesem Jahr erstmalig verliehenen Phantastikpreis SERAPH 2012 für den besten phantastischen Roman, Sparte DEBÜT, verliehen erhalten.
Der Preis wird von der Phantastischen Akademie e.V. in Kooperation mit der Leipziger Buchmesse und den Stadtwerken Leipzig verliehen. Eine hochkarätige Jury, bestehend aus Lektoren, Buchhandelsvertretern und Pressemitarbeitern, hat die Gewinner gekürt. Auf der Shortlist der nominierten Autoren um den Preis für den besten phantastischen Roman, Sparte DEBÜT, fanden sich auch Thilo Corzilius mit Ravinia (Piper) und Jürgen Magister mit Katharsia (Dresdner Buchverlag)
Weitere Informationen zum SERAPH 2012:  www.phantastische-akademie.de

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Hernán Ronsinos Roman »Letzter Zug nach Buenos Aires«

Am 20. April ist es soweit: Letzter Zug nach Buenos Aires wird in die Buchhandlungen geliefert. Übersetzt wurde dieser kleine Roman von Luis Ruby. Hernán Ronsino zählt zu den 25 bedeutendsten zeitgnössischen südamerikanischen Schriftsteller. Erschienen ist Ronsinos Roman unter dem Titel Glaxo im Verlag Eterna Cadencia, einem exzellenten Verlag mit traumhaft schöner Buchhandlung.

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Zürcher Krimipreis für Stephan Pörtner

Stephan Pörtners brillanter Krimi Stirb, schöner Engel erhielt gestern Freitag, 2.3.2012 den Zürcher Krimipreis. Mit dem Zürcher Krimi-Preis wird jeweils der beste Kriminalroman gewürdigt, der in Zürich spielt, spannend geschrieben ist und das Zürcher Lokalkolorit überzeugend wiedergibt. Mit nominiert waren: Mitra Devi und Michael Theurillat.

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Skoda - Die Passion nach Olivier Sillig

Im Frühjahr in unserem Programm. Vom Autor der Schule der Gaukler. Ein Roman gegen den Krieg. Eine überaus traurige Liebeserklärung an das Leben.

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Stephan Pörtner im Gespräch

Er schreibt eindrückliche Szenekrimis und hat mit Stirb, schöner Engel einen der stärksten Schweizer Krimis des Jahres geschrieben. Im Gespräch mit dem Schweizer Monat gibt er Einblicke in sein Schaffen.

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Zu Stephan Pörtner

Lieber Satan ... Kinderbriefe

Wie viel Gutes passt in ein Buch, das zu kleinem Preis dir durchs Leben hilft?

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Zu Christoph Simon

El fútbol y la poesia son El Lokal

Eine Sternstunde im El Lokal. Wer nicht dabei war hat für einmal wirklich etwas verpasst. Hier ein Bild - L'équipe!

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Zu Philippe Dubath